Chronik der Schulen in der Gemeinde Hüttenberg

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Vor der Gemeindezusammenlegung im Jahr 1973 gab es in der Gemeinde Hüttenberg zwei Volksschulen: Hüttenberg und Knappenberg.

Die alte Volksschule in Hüttenberg, in der sich heute das Heinrich-Harrer-Museum befindet, war über Jahre hinweg durch den Schulfelsen (heute befindet sich dort der Lingkor) gefährdet – herabfallende Gesteinsbrocken…
Also entschloss man sich zu einem Neubau am heutigen Standort.
Die neue Volksschule wurde am 24.10.1970 eröffnet. Sie wurde nach Generaldirektor Bergrat Dipl. Ing. Josef Oberegger benannt. Dieser war mit einer Hüttenbergerin verheiratet und ein großer Gönner der Gemeinde Hüttenberg.
Allerdings nahm von dieser Schule immer mehr die Expositur der HS Klein St. Paul Besitz, dass es schon bald zu einem großen Platzmangel kam. Einige Zeit behalf man sich mit Wechselunterricht und Wanderklassen.
Im Schuljahr 1973/74 wurden die beiden Volksschulklassen schließlich doch aufgelöst und die Schüler besuchten fortan die Volksschule Knappenberg, die vierklassig war.

 

Die Volksschule in Knappenberg besuchten seit jeher sehr viele Schüler (Bergbauregion). Bis Ende der Sechzigerjahre sank die Schülerzahl nie unter 200. Die Klassenzahl variierte in dieser Zeit zwischen 4 und 7 Klassen.
Nach dem 2. Weltkrieg wurden je 2 Klassen in der „Sternhäuslschule“ und in der alten Schule untergebracht. Es herrschte große Not: Schuh- und Bekleidungsmangel, Unterernährung, keine Lehrmittel…
Im August 1952 wurde mit dem Bau des neuen Schulhauses (jetzt Musikzentrum Knappenberg) begonnen: großer Platzmangel (für 7 Klassen nur 4 Räume, kein Lehrmittelzimmer, keine Lehrerwohnungen…). Den Grund dafür stellte die Alpine Montangesellschaft günstig zur Verfügung.
Die feierliche Eröffnung der VS Knappenberg fand am 28.11.1954 statt.
In diesem Schuljahr wurden in 7 Klassen 250 Schüler unterrichtet.
Ab 1958 gab es an der Schule auch eine Sonderklasse. Eine landwirtschaftliche Berufsschule gab es ebenfalls an der Schule, wie auch an den anderen Schulstandorten. Diese wurde jedoch 1959 nach Hüttenberg verlegt.
Zu dieser Zeit herrschte in ganz Kärnten großer Lehrermangel, dass sogar pensionierte Lehrer ersucht wurden, wieder zu unterrichten.
Zu Beginn der Siebzigerjahre kursierten erste Gerüchte über die Schließung des Bergbaues. Die Schülerzahl an der VS Knappenberg sank im Schuljahr 1972/73 auf 88 Schüler
(3 Klassen + 1 Sonderklasse) und stieg im folgenden Jahr durch die Volksschüler aus Hüttenberg, die nun nach Knappenberg fahren mussten, wieder an. Die Schule wurde vierklassig.
Durch den allgemeinen Geburtenrückgang und die Abwanderung durch Schließung des Bergbaues – am 30.10.1978 verließ der letzte Hunt die Grube / rund 1 700 Menschen verließen im Laufe dieser Jahre die Gemeinde – sank die Schülerzahl stetig.
Bei der Gemeindezusammenlegung im Jahr 1973 Hüttenberg wurden die ehemaligen Gemeinden Hüttenberg (zu der auch Knappenberg gehörte), St. Martin am Silberberg,
St. Johann am Pressen und Lölling zur Großgemeinde Hüttenberg zusammengelegt. Die Gemeinde Hüttenberg verfügte nun über 4 Volksschulen: VS Knappenberg, VS Heft, VS St. Martin am Silberberg und die VS Lölling. Jede dieser Schulen hat auch ihre eigene Geschichte.

 

Die Anfänge der VS Heft reichen in die Zeit vor dem Reichsvolksschulgesetz vom 14. Mai 1869 zurück.
In Großkoll unterrichtete ein Aushilfslehrer, ein anderer wirkte im Bauernhaus vlg. "Wabnegger" in St. Johann am Pressen in einer "Nothschule".

Die Gewerkschaft in Heft (Compagnie Rauscher) und die Gemeindevertretung von St. Johann am Pressen beschlossen die Errichtung einer zeitgemäßen Schule, der Werks- und Gemeindeschule“ auf der „Jansenhube“ in Heft (heute: Heft Nr.53, ALTE SCHULE). Diese wurde als einklassige Schule am 5. November 1868 mit 148 Schülern eröffnet.
Die Bergbau-Gewerkschaft in Heft stellte das Klassenzimmer, eine Lehrerwohnung, Brennholz sowie Gemüsegarten und ein Grundstück für das Futter der „Lehrerkuh“ zur Verfügung.
Den höchsten Schülerstand erreichte man 1896/97 – damals wurden 222 Schüler unterrichtet. Um diese unterzubringen, wurde am 2. Mai 1897 die neu erbaute dreiklassige Volksschule eröffnet. Die Hälfte der Baukosten trug die Alpine Montangesellschaft.

Zeitweise wurde die Schule dreiklassig mit einer Schülerzahl von 65 bis 80 Schülern pro Klasse geführt.
Ab 1963 wurde die Schule zweiklassig geführt. Mit dem Jahr 1978 wurde die VS Heft einklassig.

 

Die Volksschule St. Martin am Silberberg wurde 1808 gegründet. Damals wurden die Schüler abwechselnd vom Pfarrer und vom Mesner unterrichtet. Der Unterricht wurde im Pfarrhof erteilt.
1892 zog man ins jetzige Mesnerhaus um.
Im Jahr 1909 wurde ein Schulhaus mit einem Klassenzimmer und einer Lehrerwohnung gebaut. Die Schülerzahl schwankte zwischen 50 und 90 Schülern.
Ab 1958 war die Schule für 8 Jahre zweiklassig, wie auch später von 1984 bis 1988. Seit damals aber wurde die VS St. Martin einklassig geführt.

Seit dem Schuljahr 2001/02 wurden die VS St. Martin wie auch die VS Heft als Expositurklassen der VS Knappenberg geführt.

 

VS Lölling
Im Jahr 1828 wurde in Lölling der Unterricht mit einer Klasse im alten Mesnerhaus aufgenommen.
1874 wurde das heutige Schulhaus fertig gestellt. Bis 1882 war die VS Lölling zweiklassig und ab diesem Zeitpunkt wurde sie dreiklassig geführt.
In den Fünfzigerjahren bis in die Mitte der Sechzigerjahre besuchten oft mehr als 150 Schüler die Volksschule Lölling.
Bis zum Jahr 1972 gab es auch eine Volksschuloberstufe.
In diesem Jahr wurde die VS Lölling zweiklassig.
Seit 1987 wurde die Schule mit Unterbrechungen einklassig geführt.
Im Jahr 2005 sank in Lölling die Schülerzahl unter 20. Das bedeutet, dass die Schule seit
1. September 2005 als Expositurklasse der VS Hüttenberg geführt wird.

Im Jahr 2004 kam das endgültige Aus für drei Schulstandorte:
Knappenberg, Heft und St. Martin am Silberberg wurden geschlossen und im Hauptschulgebäude in Hüttenberg zur VS  Hüttenberg zusammengelegt.

Die nächste Zeit war gezeichnet vom Übersiedeln in die neue Schule. Die organisatorischen und verwaltungstechnischen Belange mussten bewältigt werden, sowie der gemeindeinterne Schülertransport zum neuen Schulstandort organisiert werden.

Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten konnte das neue Schulzentrum Hüttenberg am 4.12.2006 feierlich eingeweiht werden. Umrahmt wurde die Feier von den Schülern der VS und HS Hüttenberg.

Im Juli 2010 wurde die Expositurklasse Lölling geschlossen, da die Schülerzahl für das kommende Schuljahr auf 4 Schüler sank.
Daraufhin wurde von den Eltern ein Verein zur Erhaltung des Schulstandortes Lölling gegründet und als „Schule Land und Leben“ bis Juli 2018 in Privatinitiative geführt. Am Ende des Schuljahres legten die Schüler eine Externistenprüfung ab.
Ab dem Schuljahr 2018/19 besuchen die Schüler aus Lölling die VS Hüttenberg.

Bildungszentrum Hüttenberg:
Um den Schulstandort Hüttenberg (Volksschule und Hauptschule) nachhaltig abzusichern entsteht mit September 2010 das Bildungszentrum Hüttenberg. Die Hauptschulklasssen (bislang Expositur Klein St. Paul) werden an die Volksschule Hüttenberg unter der Leitung von VD Christine Musitsch angeschlossen.
Eine Zeit intensiver Zusammenarbeit mit gemeinsamen Projekten und der Vorbereitung auf eine Zukunft als NMS-Standort beginnt.
Auf Grund sinkender Schülerzahlen im Sekundarbereich (zuletzt 50 Schüler) wird der Hauptschulstandort Hüttenberg trotz massiver Proteste mit Ende des Schuljahres 2013/14 aufgelassen. Die Schüler pendeln ab Herbst 2014 in die NMS Althofen, NMS Klein St. Paul (Expositur zur NMS Brückl), NMS Neumarkt oder in die AHS aus.
Der Hauptschultrakt steht seither leer.

Die Volksschule Hüttenberg ist nach der Übersiedlung im Jahr 2004 ins Hauptschulgebäude vier- bzw. dreiklassig.
Seit dem Schuljahr 2013/14 wird die Schule zweiklassig mit einer Gesamtschülerzahl um die 30 Schüler geführt.
Seit September 2010 ist auch der Kindergarten im Schulhaus untergebracht.